11/9/14
kinderpass

Erinnerungen *my life*

… ich glaube in diesen Tagen eint uns mehr, als wir jemals für möglich gehalten hätten. Viele Gedanken drehen sich um die letzten 25 Jahre. Um die 28 Jahren, die davor waren. Die Zeit in der unser Land geteilt war. Für mich war das eine merkwürdige Zeit, ich erinnere mich noch sehr gut, wenn wir durch die DDR fuhren um nach Berlin zu meinen Omas zu fahren. Ich erinnere mich an die muffeligen Grenzer, die einem immer extreme Angst einflößten. Ich erinnere mich an dieses Fließband auf dem unsere Pässe vom Anfang der Grenze bis zum Ende entlangrasten. Ich hatte immer unglaubliche Angst, dass einer unserer Pässe verloren ging auf diesem komischen Weg und wir dann nicht mehr weiterfahren konnten.
Meine Pässe sind gespickt mit diesen Stempeln, die ich toll fand, weil sie immer eine andere Farbe hatten. In meinem Kinderpass ist kein cm mehr frei.

kinderpass

Ich erinnere mich an den Geruch, der irgendwie eigenartiger Weise immer mit Passieren der Grenze einsetzte. Also wäre da eine unsichtbare Wand. Im Osten roch es immer anders als bei uns. Klar nach Kohle und so aber irgendwie war da noch mehr.

Ich erinnere mich an unzählige Besuche in Ostberlin bei dem damaligen Korrespondenten des Sterns, der ein Freund der Familie war. Wann immer wir in seinem Büro in der Leipziger Straße waren durften wir nichts mehr über den Westen sagen. Mir war nie ganz klar wieso – heute weiß ich es, die Wände hatten Ohren. Ich erinnere mich an die Würstchen und die Schrippen, die immer besser als bei uns geschmeckt haben.
Ich erinnere mich an die vielen Künstlerwohnungen, die ich gesehen habe. Meine Mutter hat bis zur Wende Konzerte für Künstler aus der DDR organisiert. Das war irre spannend.

Ich erinnere mich an ein Stück Erdbeerkuchen, das ich mir bei einem Besuch in Sanssouci bestellt hatte. Ich liebe Erdbeerkuchen. Meine Mutter hatte mich noch gewarnt, ich solle lieber nur einen Streuselkuchen nehmen! Aber ich habe so lange genölt, bis sie ihn mir bestellte. Dann kam er: ein undefinierbarer Boden mit einer magentafarbenen Gelatinemasse als Erdbeerersatz – ich muss nicht sagen, dass ich ihn nicht essen WOLLTE. Und ich muss auch nicht sagen, dass ich ihn essen MUSSTE!

Ich erinnere mich an meine letzte Reise in die DDR, die ich zwei Wochen vor der Maueröffnung unternahm. Wie immer in den Herbstferien waren wir in Berlin. Gemeinsam mit einer Freundin fuhr ich auch nach Ostberlin. Wir hatten mal wieder alle Hände voll zu tun, unsere 25 DM, die wir zwangsweise umtauschen mussten auf den Kopf zu kloppen.
Das haben wir meist in Form von Bücherkäufen oder Künstlerbedarfsmaterial getan, aber irgendwie hatten wir an dem Tag den Gedanken, wir müssten essen gehen. Also betraten wir ein Restaurant am Alexanderplatz. Wir setzten uns einfach irgendwo hin. Was natürlich zur Folge hatte, dass sofort ein Kellner auf uns zugestürmt kam und uns befahl wieder aufzustehen, denn er würde uns platzieren. Sowas kannten wir nicht (nein, ich glaube, wir wollten ihn einfach auch ärgern). Also sagten wir, entweder wir bleiben hier, oder wir würden wieder gehen. Wir wurden gegangen!

last trip

Ich erinnere mich an das letzte Mal, dass ich den Übergang Friedrichstraße hinter mir lies, immer einen bangen Blick nach oben zu den Soldaten mit ihren Maschinengewehren.

Ich könnte noch viele Geschichten erzählen, ich war so oft “drüben”. Ich bin froh, dass es nur noch Erinnerungen sind. Das es nur noch Geschichten sind. Vergangenheit.

Ich erinnere mich an den Abend vom 09.11.1989, wir saßen alle zu Hause vor dem Fernseher. Die Nachrichten verkünden uns dieses UNFASSBARE, wir weinen – alle! Die Freude ist so gigantisch, dass unser Telefon noch lange klingelte an diesem Abend und dank der Tatsache, dass ich schon 18 war und Autofahren konnte hatte ich das Glück am nächsten Tag mit meiner Schwester und ihrem damaligen Freund (der besaß nämlich ein Auto) und noch 3 anderen Freunden nach Berlin zu fahren. Mein Vater war zunächst total entrüstet, denn der 10.11. ist sein Geburtstag. Aber wir trösteten ihn und sagt:”Papa, du hast jedes Jahr Geburtstag. Die Mauer fällt nur einmal!” Und so war es zum Glück auch.

Diese 2 folgenden Tage werde ich NIE in meinem Leben vergessen.
Ich erinnere mich an eine Familie, die am Ku’damm vor dem Beate-Uhse-Laden steht. Der Vater kam von den Schaufenstern nicht weg, die Kinder nörgelten und die Mutter sagte nur ganz gelassen:”Nu, lasst den Vati doch och mal kieken!”
Ich bin auch 25 Jahre später sehr froh, dass dieses Kapitel unserer Geschichte ein so tolles Ende gefunden hat. Ein unblutiges Ende und ich hoffe, dass wir es in zwei Generationen geschafft haben, all die Grenzen aus unseren Köpfen auch endlich verbannt zu haben! Ich möchte, dass meine Kinder lernen, was war, aber dass sie auch weiterhin keine Unterschiede zwischen Ost und West machen.
Ich werde nie vergessen, wie viele staunende Augenpaare ich gesehen habe, wie viele weinende aber doch so glückliche Menschen ich sah. Ich werde nie vergessen, wie wir gemeinsam dieses Trümmerteil von Mauer mit unseren Hämmern beackert haben. Ich werde nie vergessen, wie es war das erste Mal ganz dicht an der Mauer entlangzulaufen.
Es waren tolle Tage. Die Stadt war wie verrückt! Und ich bin so froh, dass ich dabei sein konnte.

Woran denkt Ihr heute, habt Ihr auch solche Erinnerungen? Ich bin gespannt, ob Ihr sie mir verratet.


10/20/14
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Berlin du meine Liebe… | my life

… jedes Wiedersehen ist wie Heimkommen…. wenn ich die Stadtgrenze überschreite, geht mein Herz auf. Du strahlst mich an, auch wenn es regnet. Du bist so herrlich chaotisch und doch auch so klar.

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Du zeigst mir immer wieder Seiten von dir, die ich noch nie sah. Du verbindest mich mit Menschen und Orten an denn ich schon war, als ich noch ein Kind war.

2014-10-14 17.16.06

Dank dir treffe ich die  liebste “Strick”freundin wieder, die nur für mich eine Mütze designed hat. (Könnt ihr übrigens nachstricken, gibt´s *hier*) Und wir können miteinander reden als hätten wir uns gestern erst gesehen.

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Berlin, ich liebe deine schmuddeligen Ecken, ich liebe deine Ruhelosigkeit, ich liebe es durch deine Straßen zu schlendern, einfach nur zu genießen. Ich liebe deine Spontaneität, ich liebe deine Kopfsteinpflaster, Deine Schlaglöcher, die langsam so tief sind, dass sie mich an NYC erinnern.
Ich liebe deine schlechtangezogenen ollen Oma´s, mit ihren lila-roten Haaren. Ich liebe die Menschen, die nirgendwo auf der Welt so aussehen wie hier. Ich liebe deine verwegenen Gassen, ich liebe es, dass du jedes Mal ein anderes Bild für mich parat hast.

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Ich liebe deine Autokorsos, ich liebe deine Absperrungen, deine ständigen Baustellen, die “niemalsendenwollende” Kransilhouette… Ich liebe, dass du alle Farben hast, du bist grün, grau, rot, blau, gelb, weiß, du bist kreischend pink und lila. Ich liebe es, dass du die Design-Stadt bist. 

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Ich liebe deine Denkmähler, dein ständiges Ermahnen aber auch dein Erinnern. 

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Ich liebe es, dass ich immer noch Freunde hier habe, mit denen ich mich austauschen kann, die mir Mut und Input geben! Berlin, du bist für mich die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, die Stadt, die mich immer wieder auf´s neue inspiriert und motiviert, die mir zeigt: doch das geht alles so, wie ich es will!

…nur zwei Tage mit dir und mein Blickwinkel ist wieder ein ganz anderer! Danke dafür du meine Heimat! 


09/10/14
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Ein Logo für maschenfein . berlin! #adesignerslife

stricknadeln_dieformgeber

So langsam aber sicher schaff ich es meinem kleinen Blog eine neue Richtung zu geben. Schleichend sozusagen. Begonnen habe ich damit meinen Insta-Account umzubennen und auch hier wird sich in nächster Zeit einiges ändern.

Heute zeige ich euch deshalb einen Einblick in meine momentane Arbeit, die ja nicht neu ist, und wer immer ganz aktuell dabei sein möchte, der folgt mir einfach hier.  Continue reading


08/7/14
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Heute gibt´s: my alltime-favourite Sommer-Tomaten-Brot-Salat

Habt ihr auch so Dinge, die ihr immer wieder macht? Ständig und am liebsten jeden Tag?

Der Tomaten-Brot-Salat ist in der Tat kein Geheimtipp mehr, aber mir ist das total schnuppe, ich liebe ihn!

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Seither schmeißen wir kein altes Brot mehr weg, nur weil es zu hart geworden ist, oder – noch schlimmer – schimmelig. Continue reading


08/5/14
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HongKong: Nach New York das kulinarischste Highlight meines Lebens.

Na, wer hat Lust auf eine kleine kulinarische Reise nach HongKong? Während wir gerade die Ferien in vollen Zügen genießen, erst zwei Wochen Bayern mit Hunderten von Kühen (mein Bedarf ist auf Jahre hinaus gedeckt), und seit unserer Rückkehr grenzenloser Sonnenschein – habe ich für euch in mein Hongkong-Bildern nach den ultimativen asiatisch-kulinarischen Erlebnissen gekramt, denn eins ist sicher:

passionfruit_formtiere
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07/7/14
HongKong_1_formtiere

HongKong, kommt ihr mit, in die Welt des Konsums und Rausches. #mamaalleinunterwegs

HongKong_1_formtiere
Eigentlich ist es schon so lange her, dass es sich kaum noch lohnt darüber zu berichten, aber der riesige Ordner mit Bildern auf meinem Rechner wollte unbedingt sortiert werden und ihr glaubt es kaum. Ich habe es geschafft, und mit dieser Bilderflut will ich euch jetzt überschwemmen. (Aber keine Angst, es wird dosiert passieren, damit ihr keinen Flash bekommt!) Continue reading


07/2/14
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Kinder, es sind bald Sommerferien … ich hab hier noch 3 must-haves für alle Mädels und Jungs.

Als ich heute morgen in den Kalender geguckt habe hat mich die eiskalte Panik ergriffen: in einer Woche starten wir in die Ferien und damit auch gleichzeitig in den langersehnten Urlaub! Ich kann es nicht fassen!!!
Ich bin dieses Jahr sowas von unvorbereitet, das ist unfassbar. Ich muss noch so viel vorher erledigen, Jobs beenden, Rechnungen schreiben, neue Laufschuhe kaufen, eigentlich wollte ich ja noch was nähen… Egal… Jammern hilft nix! Ranklotzen heißt die Devise.

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